Am 15. Mai 2026 fand erneut das Race Around Niederösterreich in Weitra statt. Auch dieses Jahr erwartete die Fahrer eine anspruchsvolle Strecke über 600 Kilometer und rund 6.000 Höhenmeter.

Alexander Durstmüller und Philipp Knoll stellten sich der Herausforderung. Für Philipp war es die erste Teilnahme am RAN Solo.

Doch heuer wurde das Rennen vor allem vom Wetter geprägt. Die sogenannten „drei Eisheiligen“ machten das Wochenende für alle Teilnehmer zu einer zusätzlichen Herausforderung – nicht nur körperlich, sondern auch mental.

Philipp musste das Rennen nach gut 470 Kilometern vorzeitig beenden, weil er wegen eines Navigationsfehlers an Zeit verloren hat und durch das schlechte Wetter die Zeit nicht mehr aufholen konnte.

Alexander trotzte den schwierigen Bedingungen und kämpfte sich weiter durch. Selbst kurze, zehnminütige Aufwärmpausen im Auto halfen dabei, die Motivation wieder zu steigern. Nach starken 23 Stunden und 42 Minuten erreichte er schließlich das Ziel in Weitra und belegte den 7. Gesamtrang.

Wir gratulieren beiden Fahrern zu ihrer Leistung und ihrem Einsatz unter extrem schwierigen Bedingungen.

Alexander auch auch einen ausführlichen Bericht geschrieben:

Ich habe in einer Rennradzeitschrift gelesen, dass das Race Around Niederösterreich zu den härtesten Rennen Europas gehört – und bei diesem bescheidenen Wetter kann ich das nur bestätigen.

Wir sind um 19:10 Uhr in Weitra gestartet, und bereits nach etwa 30 Minuten setzte der Regen ein, der uns die ganze Nacht bis zum Semmering begleitete. Durch die Nässe und vor allem die Kälte musste ich nach rund 340 Kilometern eine Zwangspause einlegen, da ich so durchgefroren war und meine Hände derart klamm waren, dass ich nicht einmal mehr meine Trinkflasche greifen konnte.

Nach einem schnellen Umziehen und einer sehr wohltuenden, zehnminütigen Aufwärmphase im Auto bei voller Heizung ging es schließlich wieder hochmotiviert und gut aufgewärmt zurück auf die Strecke, um die anstehenden Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Am Semmering wurden wir kurzzeitig sogar mit einer trockenen Phase und etwas Sonnenschein belohnt, doch schon bald folgten wieder Wind und Regen.

Am höchsten Punkt der Strecke, Wastl am Walde, verschlechterte sich das Wetter nochmals deutlich: Bei gerade einmal 3 Grad und dichtem Nebel hielt sich die Freude über die bevorstehende Abfahrt nach St. Anton in Grenzen. Danach ging es mit starkem Gegenwind weiter über die Donau hinauf in das schöne Yspertal, bevor die letzten, noch einmal richtig fordernden Höhenmeter zurück nach Weitra warteten.

Auf den letzten Kilometern meinte es der Wettergott schließlich doch noch gut mit uns und bescherte uns sogar etwas Sonnenschein. Die Freude im Ziel war bei uns allen riesig, dieses wahnsinnige Brett geschafft zu haben. Es war mit Abstand das härteste Rennen, das ich je absolviert habe – mental wie körperlich eine echte Herausforderung.

Auf den 7. Gesamtrang ist das gesamte Team unglaublich stolz, und einmal mehr hat sich gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierendes Team für den Erfolg ist.